.st0{fill:#FFFFFF;}

Test: Bist du hochsensibel? + 3 Schritte, um aus Stress und Überforderung auszusteigen. 

 Mai 27, 2021

Mein 20-jähriges Ich während meiner Zeit als Bankangestellte. Ein langer Arbeitstag im Großraumbüro geht zu Ende. Ich packe meine Sachen und freue mich schon auf mein gemütliches Wohnzimmer, eine Tasse Tee und das neue Buch, das ich letztens beim Stöbern in der Buchhandlung entdeckt habe. Mir wird richtig warm ums Herz beim Gedanken an einen gemütlichen Abend zu Hause. „Machts gut ihr Lieben!“ rufe ich meinen Arbeitskolleginnen noch zu und will schon zur Tür hinaus. Da kommt der Satz, der mir jedes Mal Schweißtropfen auf die Stirn treibt: „Claudia, wir gehen noch alle auf einen Drink ins Stammlokal. Kommst du mit?“

Oje, es ist wieder so weit. Ich mag meine Arbeitskolleginnen wirklich total. Sie sind supernett und die Zusammenarbeit mit ihnen macht auch Spaß. Doch ich weiß genau, wenn ich jetzt mit meinen Kolleginnen noch einen trinken gehe, werde ich die halbe Nacht wach liegen und mich von einer Seite zur anderen wälzen.

Lange fragte ich mich, warum ich so bin, wie ich bin.

Warum ich mich zum Beispiel auf großen Partys nicht wohlfühle oder nach einem langen Arbeitstag nicht schlafen kann. Die Antwort eröffnete sich mir erst viele Jahre später, als ich durch Zufall auf das Buch „Auf die leise Weise“ von Anne Heinze stieß. Da erkannte ich, dass es völlig normal ist, als introvertierte Person Zeit alleine zu benötigen, weil nur so die Energietanks wieder aufgefüllt werden können. Doch damit nicht genug. Ich erkannte schnell, dass ich nicht nur introvertiert, sondern auch hochsensibel bin. Und mit dieser Erkenntnis eröffnete sich mir eine völlig neue Ebene der Selbstannahme und der Selbstakzeptanz.

Heute habe ich gelernt, dass es darum geht, meine Bedürfnisse gut zu kennen und auch zu kommunizieren. Zwar arbeite ich mittlerweile nicht mehr im Großraumbüro, aber trotzdem entstehen noch immer Situationen, von denen ich weiß, sie tun mir nicht gut. Dann heißt es abwägen und gut in mich hineinspüren. Manchmal passt es dann doch mit der Party am Abend, aber meistens wird es das Buch und die heiße Tasse Tee.

Über Introversion und Extraversion bei Hochsensiblen werde ich demnächst einen eigenen Blogartikel schreiben. Doch heute soll es darum gehen, was Hochsensibilität eigentlich ist, wie du erkennst, ob du hochsensibel bist und welche Schritte du sofort für dich umsetzen kannst, um Stress und Überforderung zu vermeiden.

Du wirst sehen, das Erkennen und Anerkennen deiner Hochsensibilität ist der Beginn zu einer wunderschönen Reise zu dir selbst.

Lass uns jetzt mit deiner Reise zur dir selbst beginnen. 

Was ist Hochsensibilität eigentlich?


Der Begriff Hochsensibilität (HSP – highly sensitive person) wurde von der amerikanischen Psychologin und Psychotherapeutin Elaine N. Aron geprägt. Ihre Forschungen ergaben, dass 15 – 20 % der Menschen Reize intensiver wahrnehmen als andere. Neuere Studien gehen sogar von einem höheren Prozentsatz (30 %) aus. Hochsensibilität ist jedoch weder ein pathologisches Krankheitsbild noch eine Schwäche, die therapiert werden muss, sondern ein Persönlichkeitsmerkmal, das es wert ist, näher betrachtet zu werden.

Hochsensibilität zeigt sich in vielen Facetten, denn jeder Mensch bringt seine ganz eigene Geschichte, seine persönlichen Begabungen und Stärken mit, die sich zusammen mit den hochsensiblen Charaktereigenschaften zu einem Ganzen verbinden. Viele hochsensible Frauen sind sehr empathisch, gefühlvoll und harmonieliebend. Sie können gut zuhören, haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und arbeiten gründlich und verlässlich.

Doch die intensive Reizverarbeitung kann auch zu Problemen führen. Immer öfter berichten feinfühlige Frauen von Herausforderungen, wie beispielsweise:

  • erhöhter Stressbelastung durch Reizüberflutung,
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten/Allergien,
  • vermehrtes Rückzugsbedürfnis oder
  • psychosomatische Erkrankungen.

Manchmal fühlen sich hochsensible Menschen andersartig, unverstanden und irgendwie falsch in dieser Welt. Doch Hochsensibilität kann nicht als negativ oder positiv beurteilt werden, sie ist ein Wesensmerkmal, das viele Menschen miteinander teilen. Sie macht einen Teil unseres Charakters aus, gemeinsam mit vielen anderen Facetten unseres Wesens.

Hochsensibilität ist weder gut noch schlecht. 

Sie ist ein Teil unseres Wesens und darf gelebt werden.

Gibst du deiner Hochsensibilität den Raum, die sie braucht?

Zu Beginn ist es sehr hilfreich, genauer zu verstehen, welche Merkmale hochsensible Menschen aufweisen, damit du herausfinden kannst, ob auch du zu den HSP gehörst. Diese Merkmale können bei jedem Menschen anders ausgeprägt sein und du wirst dich vermutlich nicht in allen wiedererkennen.

Treffen folgende Aussagen auf dich zu, kann das ein Hinweis auf Hochsensibilität sein:

  • Du erlebst Gefühle oft sehr intensiv, ob diese nun positiv oder negativ sind.
  • Zeit in der Natur zu verbringen löst ein starkes Glücksgefühl aus und du fühlst dich dort ganz besonders wohl.
  • Du hast besonders starkes Mitgefühl mit anderen Menschen oder auch Tieren.
  •   Auch Geräuschempfindlichkeit, starkes Schmerzempfinden, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder starke Reaktionen auf Kaffee, Alkohol oder Nikotin können mit deiner Hochsensibilität zu tun haben.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt – wenn du mehr wissen willst, mache folgenden Test:


Nachdem du ein Bewusstsein für deine Hochsensibilität geschaffen hast, kannst du nun damit beginnen deiner Hochsensibilität in deinem Leben Raum zu geben.

Hochsensible Menschen verarbeiten Reize anders und intensiver. Dadurch ist es umso wichtiger, sich die Zeit zu nehmen, diese Reize zu verarbeiten. Ansonsten kann es schnell zu Überforderung und Reizüberflutung kommen, was zu Stresssymptomen führen kann. Vielleicht leidest auch du schon an einem geschwächten Immunsystem, chronischen Muskelverspannungen oder Schlafproblemen.

3 Schritte für feinfühlige Frauen, um aus Stress und Überforderung auszusteigen. 


Feinfühlige Frauen brauchen genügend Zeit für sich, um die Flut an Reizen, mit der sie täglich konfrontiert sind, in Ruhe verarbeiten zu können. Folgende Tipps können dir helfen:

Schritt 1:

 Verbring so viel Zeit wie möglich in der Natur

Die Natur kann uns tiefe Ruhe und Zufriedenheit schenken. Spätestens nach dem Erscheinen des Buches „Der Biophilia Effekt“ von Clemens Arvay wurde klar, dass ein Spaziergang durch den Wald das Nervensystem beruhigt, was gerade für Hochsensible von großer Bedeutung ist.

Schritt 2:

Lege Digital Detox Zeiten ein

Elektromagnetische Wellen, die permanente Ablenkung durch eingehende Mails, Anrufe oder Kurznachrichten oder schnell wechselnde Bilder im Fernsehen oder in Videos können für hochsensible Menschen schnell zu Reizüberflutung führen. Versuche einen Waldspaziergang ganz ohne Handy zu machen oder Zeit einzuplanen, in der du in Ruhe ein Buch liest und dein Handy auf Flugzeugmodus schaltest.

Schritt 3:

Mach dir deine größten Stressfaktoren bewusst

Was belastet dich in deinem Alltag am meisten? Ist es die Beziehung zu deinem Partner oder der stressige Arbeitsplatz? Belasten dich Konflikte im familiären Umfeld oder die hohen Anforderungen an dich selbst? Nimm dir Zeit, um dich mit deinen größten Stressquellen vertraut zu machen und dich zu fragen, was du davon verändern kannst und wie. Damit entlastest du dein Nervensystem.

Und das Wichtigste: 

Steh zu dir und deiner Feinfühligkeit! Nimm dir die Pausen die du brauchst und versuche dein Leben so zu gestalten, dass du die Vorzüge deiner Hochsensibilität sinnvoll nutzen und genießen kannst. Dann kannst du dein volles Potential als feinfühlige Frau entfalten.

Ich helfe dir sehr gern dabei, Strategien zu entwickeln, wie du deine Feinfühligkeit bewusst leben und so all die Vorteile, die diese Charaktereigenschaft mit sich bringt, genießen kannst.

 Hochsensible Frauen haben oft große Empathie und viel Einfühlungsvermögen, können sich bereits über kleine Dinge freuen und großes Glück empfinden, haben einen anderen Blick auf die Welt und die Fähigkeit, mit dem Herzen zu denken. 

Meine Kurse, Workshops und Beratungen sind daher so aufgebaut, dass ich dir Tools an die Hand gebe, wie du dich und deine Feinfühligkeit leben und feiern kannst. Denn du bist einzigartig und wunderbar, genauso wie du bist. Du musst dich nicht verbiegen. Du darfst dich leben und dein Strahlen in die Welt bringen.

Lebe deine Feinfühligkeit und bring dein Strahlen in die Welt.

Erfahre hier mehr zu meinen Angeboten.

Wie geht es dir mit deiner Feinfühligkeit? Welche Strategien hast du entwickelt, um deiner Hochsensibilität im Alltag Raum zu geben?

Erzähle mir von deinen Erfahrungen, ich freue mich auf deine Kommentare!

Zum Weiterlesen

  • Auf die leise Weise. Anne Heintze
  • Sind Sie hochsensibel? Elaine N. Aron
  • Gelassen leben mit Hochsensibilität. Sylivia Harke
  • Zart besaitet. Georg Parlow
  • Der Biophilia Effekt. Clemens Arvay

Hinterlasse ein Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Hol dir deine Inspirationen

für feinfühlige Frauen

Melde dich jetzt für den Newsletter an und du erhältst regelmäßige Inspirationen und exklusive Inhalte rund um die Themen Yoga, Ayurveda und Pflanzenkraft.

Du kannst deine Einwilligung zum Empfang der E-Mails jederzeit widerrufen, dazu befindet sich am Ende jeder E-Mail ein Abmelde-Link. Deine Anmeldedaten, deren Protokollierung, der E-Mail-Versand und eine statistische Auswertung des Leseverhaltens, werden über Mailchimp, USA verarbeitet. Mehr Informationen dazu erhältst du auch in meiner Datenschutzerklärung.

Hinweis: Mein Angebot stellt keinen Ersatz für Psychotherapie, medizinische Beratung/Behandlung oder andere Therapieformen dar. Mehr dazu hier.